Unendliche Wege im Veldensteiner Forst

Ich stecke mitten in der Prüfungsvorbereitung für die Technikerprüfung kommende Woche. Daher habe ich gestern als Pausentag eine kleine Wanderung unternommen. Wandern entspannt mich und sorgt dafür, dass ich meinen Kopf frei bekomme. Außerdem habe ich in den letzten Wochen viel zu viel Zeit am Schreibtisch verbracht was ich sowohl an meiner (schlechten) Fitness und meinem Rücken merke.

Ich habe mir in der vorherigen Woche bei openrouteservice eine 35km lange Route von Weißenohe nach Pegnitz zusammengestellt und diese auf mein neu angeschafftes GPS Gerät Garmin etrex 20x geladen. Beide Orte bieten einen Bahnhof und sind im VGN erreichbar. Zugfahren im VGN ist, besonders wenn man alleine unterwegs ist, nicht gerade günstig. Ich habe mich gegen ein Tagesticket Plus Tarifstufe 10 für 20,30€ entschieden. Irgendwie war das Tagesticket in der Vergangenheit mal günstiger? Ich war ja nur alleine unterwegs, es könnte auf dem Ticket auch noch eine zweite Person mitfahren, was mir aber gerade nichts bringt. Deshalb habe ich mich für zwei Einzelticket, Nürnberg nach Weißennohe (7,40€, Tarifstufe 6) und Pegnitz nach Nürnberg (12,30€, Tarifstufe 10), entschieden, womit ich 0,60€ spare.

Normalerweise verwende ich beim wandern die App MyTrails für Android. Ich halte mich aber nicht so genau an die vorher festgelegte Route, da ich keine große Lust habe ständig an jeder Weggabelung auf mein Handy zu schauen. Ich versuche stattdessen mich an Wegweisern zu orientieren. Da ich ja die Route vorher auf der Karte angeschaut habe und ich auch nicht das erste mal in der Fränkischen unterwegs bin, sind mir die Lage von Ortschaften und grobe Richtungen geläufig. Dieselmal teste ich aber das neue GPS von Garmin.

Um 6:31 Uhr bin ich am Hauptbahnhof in Nürnberg in die Linie U2 zum Nordostbahnhof eingestiegen, am Nordostbahnhof mit einigen Pendlern in den R21 Richtung Gräfenberg. Nach ca. 1 Stunde Reisezeit war ich dann in Weißenohe und bin los gelaufen.

Die ersten Kilometer bin ich, bei wunderschönem Wetter, den Frankenwegs entlang gelaufen. Der Frankenweg geht hier durch das Lillachtal. Die Lillach ist ein wunderschöner Fluss, der hier durch unzählige Kalkluftterrassen auffällt.

Weiter ging es auf verschiedenen kleineren Wanderwegen durch Wälder und Felder. Es wurde fast abenteuerlich als ich einen umgestürzten Baum übersteigen musste. Da ich ausreichend früh unterwegs war und auch keine anderen Menschen unterwegs waren, hatte ich Glück und habe vormittags drei Rehe und zwei Hasen gesehen.

Mein Weg führte mich an der Ruine Stierberg vorbei bis Betzenstein. Dort stieß ich auf den Fränkischen Gebirgsweg. Besonders beeindruckend fand ich die Klauskirche eine, 32 Meter lange Durchgangshöhle, die ich noch nicht kannte. Aber auch der in unmittelbarer Nähe liegende Hochseilgarten war sehenswert. Ab Betzenstein hat die Anzahl der Felsen die mitten im Wald aufragten deutlich zugenommen. Kurz vor Hüll kam dann das Wassersteintor, ein natürliches Felsentor, das ebenfalls durchwandert werden kann.

Im Anschluss bin ich im Veldensteiner Fort angekommen, einem sehr großen zusammenhängenden Waldgebiet. Ein besonderes Highlight dort ist der Große Lochstein, ein markanter Felsturm aus Frankendolomit, der vor über 100 Millionen Jahren unter tropischen Klimabedingungen durch Verwitterung entstanden ist

Gegen 16 Uhr war ich in Pegnitz und habe um 16:19 Uhr den Regionalexpress zurück nach Nürnberg genommen.

Insgesamt waren es 38 km die ich an diesem Tag in knapp 8h Stunden mit einigen kürzeren Pausen zurückgelegt habe.

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