Tag -6 (7.1.) Nürnberg Flughafen

Ich bin aufgeregt, ziemlich aufgeregt, gleich geht es los. Ich sitze in Nürnberg am Gate und fliege gleich nach Frankfurt, dann weiter nach Shanghai und Auckland.

Ich breche auf in das größte Abenteuer meines bisherigen Lebens. Ich werde nächsten Montag auf dem Te Araroa Trail starten um von Süden nach Norden zu laufen. Ich bin gespannt was mich erwartet, ich habe ein paar Zweifel ob ich alles eingepackt habe und nichts vergessen habe. Aber das bringt alles nichts, ich sollte gut vorbereitet sein.

Ich lasse meine Freundin, meinen Hund, meine Familie und meine Freunde zurück. Ihr werdet mir so fehlen.

Tag -6 (7.1.) Frankfurt

Boar wie nervig. Der Flieger hat wegen eines technischen Defekts 2,5h Verspätung. Daher heißt es jetzt erstmal warten. Zum Glück habe ich was zu essen dabei, da die Lufthansa nur ein paar Schokoriegel und Wasser ausgibt. Ich muss warten, allerdings besser als mit einem defekten Flugzeug abzustürzen. Ich denke nicht, dass ich meinen Anschlussflug in Shanghai bekomme, aber dann würde ich zumindest eine Entschädigung bekommen.

Tag -5 (8.1.): Shanghai

Ich sitze verschwitzt im Flieger nach Seoul, ich kann es kaum glauben.
In Frankfurt hat sich die Weitereise durch ein defektes Enteisungsfahrzeug, dass hinter dem Flugzeug stehen geblieben ist, noch zusätzlich verspätet.
Alle Passagiere, die nach Auckland wollten haben ihren Anschluss verpasst und wurden daher auf verschiede andere Flüge umgebucht. Teilweise wurden auch Reisegruppen gesplittet.

Ich habe einen Flug von Shanghai über Seoul nach Auckland bekommen, der ca. 2h nach meiner Landung in Shanghai abfliegen soll. An sich kein Problem, allerdings musste ich das Gepäck abholen, nach China einreisen, das Terminal wechseln und Gepäck aufgeben. Die Informationslage war zudem sehr dünn, fast wäre ich wie auch andere an dem Menschen vorbeigelaufen, der die neuen Flugpläne verteilt hat. Manche wurden auf Flüge heute Abend, andere auf Flüge morgen und wiederum andere auf den Flug in 2h umgebucht.
Ich bin dann Mal durch den Flughafen gejoggt, bin in die falsche Abflughalle, hab ein wenig Wasser rausgeschwitzt und habe es irgendwie in den Flieger geschafft.
Als ich am Gate war hab ich auch noch kurz die Zähne geputzt, das mit dem WLAN am Flughafen hab ich allerdings nicht hinbekommen.
Jetzt fliege ich 2h nach Seoul und das beste ist, die Stewartes hat mich gefragt, ob ich der bin, der vegetarisches Essen bekommt. Find ich super, dass es sogar was zu essen gibt und für mich auch vegetarisch.

Tag -5 (8.1.): Seoul

Das man sich um seine Passagiere besser als die Lufthansa kümmern kann, hat mir Air New Zealand gezeigt. Wir wurden beim Ausstieg von einem Mitarbeiter der Airline abgefangen, der uns auf dem Weg zum Anschlussflug durch den Flughafen begleitete. Wir waren sogar 20 Minuten vor dem Beginn des Boarding am Gate. Ohne Hilfe wäre es wahrscheinlich unmöglich gewesen den richtigen Weg in so kurzer Zeit zu finden.

Jetzt sitze ich im Flieger und auf dem Weg nach Auckland, es ist noch unklar ob es das Aufgabe-Gepäck geschafft hat, aber das ist mir gerade ziemlich egal.

Tag -4 (9.1.): Auckland

Yeah ich habe es geschafft, nach nur 37 Stunden bin ich in Auckland gelandet, normalerweise wäre ich nur 29 Stunden unterwegs gewesen. Bei der Einreise wurde mir ein falscher Stempel in den Pass gedrückt, zum Glück ist mir das aufgefallen. Mein Zelt wurde beim Biosecurity Check als ausreichend sauber befunden und musste daher nicht desinfiziert werden.

Ich bin glücklich das die Odyssee endlich vorbei ist.

Jetzt geht’s ins Hostel und ich werde versuchen möglichst lange wach zu bleiben.

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