Tagesleistung 30 km

Endpunkt KM 2815

Puh noch 200 Höhenmeter, noch ein Schritt und noch einer, noch 180. Den Neuseeländer sollte man Mal was von Serpentinen erzählen. Und weiter bloß nicht zu lange stehenbleiben. Sonst kommen Sie. Noch 150. Jetzt aber. Wo ist die Markierung? Einen richtigen Weg gibt’s schon lange nicht mehr. Und weiter 100 Meter noch, schnell durchs Gestrüpp und da der nächste orangene Pfahl. Wird ja langsam. 80 Meter noch, kurze Pause und die blöden Viecher schon wieder da. Uh ist das da oben eine Southbounderin? OK 40 Meter, immer noch anstrengend, ab durchs Gebüsch und endlich geschafft.

So in etwa waren meine Gedanken auf dem letzten Kilometer. Ich bin etwas weiter gelaufen als ursprünglich geplant. Ich wollte zum Telford Campsite, eine Wiese im nirgendwo wo lediglich ein Klo steht. Ich habe aber von einem Southbounder den Tip bekommen etwas weiter aufzusteigen, da der Campingplatz total verseucht mit Sandflys ist. Da wo ich jetzt bin ist es das allerdings auch

Eine Sandflys ist eine ca. 5mm große schwarze Blutsaugende Fliege, die es auf Neuseelands Südinsel gibt. Gerade sind dutzende in meinem Außenzelt.

Sandflies im Außenzelt warten auf ihre Mahlzeit. Mich.

Heute früh bin ich von Brichwood aus durch die Mt Linton Station, der größten Farm in Neuseeland, gelaufen. Dort gelten spezielle regeln, wie das man auf dem Privatgrund nicht zelten darf oder auch auf dem Weg bleiben muss.

Ausblick

Dort hatte ich dann auch eine unheimliche Begegnung mit ein paar Kühen, die anders als in den europäischen Alpen, nicht zur Seite gehen, wenn man kommt und auch nicht stehen bleiben, sondern auf einen zukommen. Das fand ich ziemlich beängstigend als ich da über die Wiese musste zumal auch Bullen da waren die geplökt und geschnaupt haben. Ich bin dann wieder zurück und habe auf die beiden Anden Northbounder gewartet, die hinter mir waren und zusammen war es dann besser, da wir größer und ausschauten. Naja alles zum Glück gut gegangen, mir den Viechern ist nicht zu spaßen.

Kühe, Bullen (das waren die harmloseren)

Morgen früh hoffe ich das die Blutsauger auch schlafen und mich nicht beim Frühstück auffressen.

Flussüberquerung

Ansonsten gab’s noch zwei Flussüberquerung die aber durch den niedrigen Wasserstand unspektakulär waren. Landschaftlich schaut es hier aus wie in Schottland, in den Highlands, es gibt sogar die violett blühenden Disteln, blöd bei kurzen Hosen. Und eben Blutsaugende Mücken, in Schottland sind sie deutlich kleiner aber fast noch nerviger…

Tägliches Wasserfiltern

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