Tagesleitung: 38 Kilometer

Heute hat es vor allem geregnet. Gegen 5:30 Uhr war ich wach, es war einfach hell. Da ich mein Zelt in einem Unterstand aufgebaut hatte, war fast alles trocken, lediglich die Ausrüstung die ich gestern schon am Körper durch den Regen getragen habe war feucht. Deshalb war ich motiviert loszulaufen und bin schon um 7 Uhr gestartet. Meistens bleibe ich früh etwas länger liegen und trödel anschließend noch rum, diesmal war das definitiv nicht so.

Mein Weg führte mich den gestrigen Weg zurück, da der Unterstand etwas Abseits stand. Dann verließ ich den Rennsteig. Nebenbei regnete es leicht.

Nach 8 Kilometern kam ich an einem ebenerdigen Jägerstand vorbei und beschloss dort eine kleine Pause zu machen. Während ich mich ausruhte, hörte ich Stimmen. Es kamen tatsächlich zwei Frauen mit Wanderausrüstung den Berg herunter. Wir unterhielten uns kurz und ich erfuhr dabei das sie einen Teil des grünen Bandes entlang laufen.

Regnerischer Waldweg

Etwas später bin ich zurück in den Regen lief durch Nordhalben und kam zur Ködeltalsperre, dem lokalen Trinkwasserspeicher. Als ich noch jung war bin ich mehrfach hier gewesen.

Ködeltalsperre

Am Nachmittag nach 30 Kilometern, was mein Tagesziel war erreichte ich Wallenfels, dort ruhte ich einige Zeit auf der überdachten Treppe einer Bank. Nach Wallenfels wollte ich mir ein Nachtlager suchen, daher wollte ich dort im trockenen etwas länger warten um zeitlich nicht zu früh mein Zelt aufstellen zu müssen.

Das Problem war nur, es kam keine geeignete Stelle, der Weg verlief fast ausschließlich auf einer Fortstraße dir in einen Hang hineingebaut war, somit war nirgends Platz für mein Zelt. Ich war ziemlich im Sack und war kurz vor meiner Leistungsgrenze.

Dann erreichte ich Köstenschmölz, einem vier Häuser umfassenden Ort. Dort verläuft auch der Frankenweg, somit war ich mindestens zwei Mal schon hier. Da der weitere Weg wahrscheinlich auch nur über Forstwege im Hang verlaufen wird, fragte ich bei einem Haus ob ich mein Zelt im Garten aufstellen darf. Ich hab sogar die Garage bekommen, was der Hammer ist da es immer noch regnete. Zu allem Überfluss wurde ich noch mit Backwaren und Bier versorgt, was mich unfassbar freut.

Lager für die Nacht

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