Vom 8. bis 15. Juni 2019 war ich mit den Naturfreunden Nürnberg Mitte in Slowenien und habe dort an der alljährlichen Familien Freizeit teilgenommen. Es gab eine Vielzahl an Angeboten, wie Kajak fahren, Wanderungen, Klettern, Canyoning, Bergsteigen, Klettersteigen oder auch Kulturausflüge.

Am Montag, den 10. Juni sind wir mit 14 Leuten (3 Autos, können auch 13 oder 15 gewesen sein) zum Vršič-Pass (1611Hm) gefahren und von dort den Prisojnik Fensterweg Klettersteig gestartet.

Der Zustieg zum Klettersteig verläuft über eine Forststraße und anschließend einem Pfad, die nicht schwierig sind.

Auf dem Klettersteig, der fast komplett ohne Sonnenschein verlief, gab es mehrere ausgesetzte Stellen und auch der Schnee war herausfordernd. Die Schneequalität war aber durchweg gut und das Spuren war für unseren Übungsleiter kein Problem.

Durch die große Gruppe, den Schnee, die unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen und Erfahrungsstände unserer Gruppe waren wir langsamer als geplant unterwegs und haben inklusive Pausen 4 Stunden und 15 Minuten für den reinen Klettersteig gebraucht, wobei wir aber mit mindestens 30 Minuten Pause eine längere Pause eingelegt hatten.

Gegen Ende des Klettersteigs wurde über ein Geröllfeld das Felsentor durchstiegen, nach dem der Fensterweg benannt ist. Besonders in diesem Teil gab es extrem viel Steinschlag, was sehr gefährlich war. Daher ist zuerst ein Teil der Gruppe aufgestiegen und der anderen Teil hat erst mit dem Schlussaufstieg begonnen, als der erste Teil der Gruppe oben war.

Da wir relativ spät am Ende des Klettersteigs waren, ist nur ein Teil noch zum Gipfel des Prisojnik aufgestiegen, ich und vier andere sind zum Parkplatz abgestiegen. Der Abstieg verlief über einen Pfad der über Geröll und Schneefelder führte, die aber wie der Zustieg nicht anspruchsvoll waren.

Bewertung

Der Klettersteig wird auf unterschiedlichen Seiten zwischen B/C und C/D bewertet (1,2,3). Für meinen Fall sind keine D-Stellen im Klettersteig zu finden. Es gab zwar größere ausgesetzte Stellen aber diese waren zwar herausfordernd aber nicht zu anspruchsvoll.

Andere Fahrlässige deutsche Touristen

Die Aussicht hingegen war sehr schön. Besonders das Felsentor ist wirklich spektakulär.

Auf der Tour wurden wir gegen Ende von einer deutschen Familie überholt. Der Vater hat sich bedankt, dass wir den Schnee gespurt haben, da sie sonst Probleme gehabt hätten den Klettersteig zu begehen. Für mich keine Wunder, er hatte nur leichte Wanderschuhe an, außerdem keinen Helm auf. Seine Tochter und seine Frau hatten Fahrradhelme aufgesetzt, das ist zwar besser als nichts, jedoch ist ein Fahrradhelm ein Sturzhelm und schützt daher vorrangig vor Stürzen und nicht vor fallenden Steinen. Auf seinen fehlende und den von seiner Familie unzureichenden Kopfschutz angesprochen, erwiderte er, dass er keine 15 Helme mit in den Urlaub schleppen könne uns außerdem bei ihm immer nur was passiere, wenn er einen Helm träge.

Weitere Bilder gibt es auf der Instagram Seite der Naturfreunde Nürnberg Mitte.

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