Tagesleistung: 36km

Heute war ich in Aue und habe einen Resupply durchgeführt. Nach Aue zum Kaufland waren es nur 7 km. Ich blieb dort bis Mittag im Cafe des Bäckers der im Kaufland integriert ist. Dazu muss man wissen, dass es in einem Kaufland freies WLAN für Kunden gibt. Nachdem ich den Blog aktualisiert habe, Bilder und Sprachnachrichten im Messenger heruntergeladen hatte und Nachrichten aller Art gelesen hatte, bin ich wieder aufgebrochen. Eigentlich gut, wenn mittags erst so wenige Kilometer absolviert sind, dann kann die Tagesleistung auch nur geringer ausfallen.

Die Landschaft war deutlich interessanter als die Tage zuvor, auch weil überall Infotafeln stand, die über den Bergbau, der seit mehreren hundert Jahren hier im Erzgebirge stattfand, informierten. Entsprechend war die Landschaft geprägt von Schutthalden, die aber erst als solche erkennbar waren mit entsprechendem Hinweis. Dann waren sie aber deutlich sichtbar.

Das Wetter war ideales Wanderwetter, kein Regen, kaum Sonne und weder zu warm noch zu kalt.
Die Wege waren, bis auf in der Stadt und in den Dörfern, gut. Teilweise waren Wegweiser zerstört. Ich bin entlang der Talsperre Eibenstock in der Zwickauer Mulde gelaufen und wollte kurz vor dem Kuhberg mein Lager aufschlagen. Da es heute Nacht regnen soll wollte ich einen Unterstand oder zumindest einen guten Zeltplatz. Die anvisierte Stelle war allerdings ungeeignet, eine zweite mit Unterstand zwei Kilometer weiter, aber abseits des Weges, war viel zu klein und bot keinen Platz für das Zelt. Also bin ich weitergelaufen, während die Sonne schon unterging. Ich wollte zu einer weiteren Bank an einer Weggabelung. Dabei musste ich über etliche umgestürzte Bäume klettern, ein umlaufen war nicht möglich.

An der Sitzgruppe bin ich gegen 21 Uhr angekommen und stellte fest, das diese auch ein Dach hat, daher nächtige ich heute auf dem Tisch und bleibe trocken.

Heute Nacht bleiben die Temperatur bei 14°C, morgen soll es mit nur 9°C deutlich kühler werden. Was auch nicht zu unterschätzen ist, dass die Tage kürzer werden, abends und auch morgens verliere ich täglich jeweils 2 Minuten, was sich bei 22 Tagen auf einiges an Zeit summiert.

Ich werde nur noch zwei Tage auf dem Eisenach-Budapest Weg unterwegs sein, am Mittwoch will ich in Adorf sein und dort geht es weiter auf dem Kammweg Richtung Blankenstein.

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