Tagesleistung: 33km

Man hab ich schlecht geschlafen! Nachdem ich gestern ja Recht spät an einem passablen Lagerplatz angekommen bin, war die Nacht nicht gut. Einmal war es kalt, was aber meinem Schlafsack ok war. Der Schlafsack ist ein drei Jahreszeiten-Daunenschlafsack, da ich den aber schon fast zehn Jahre habe, hat er schon ein paar Federn gelassen und ist daher an manchen Stellen nicht mehr so gut isolierend.

Dann fuhr um halb 2 ein Auto vorbei, vermutlich ein Jäger. Er hat mich nicht gesehen, aber dann hat’s bei mir gefilmt und ich konnte vorerst nicht mehr weiterschlafen. Die meisten Passanten haben kein Problem, wenn ich irgendwo Zelte oder Biwake, aber Jäger und Förster gehören normalerweise zu denen, die nicht so begeistert sind, wenn Menschen im Wald schlafen. Das ist aber auch kein Wunder, so gibt es viele die Feuer machen und ihren Müll zurücklassen. Ich mache nie Feuer und meinen Müll nehme ich auch immer mit. Hier im Erzgebirge ist das schlafen in Wald eher stressig, da nachts und früh relativ viel los ist. Aktuell wütet zudemeine Borkenkäferplage, daher sind schon sehr früh Waldarbeiter unterwegs.

Zurück zu den Temperaturen, diese sollen in den nächsten Tagen im Bergland auf +5°C zurück gehen. Heute tagsüber ging ständig ein starker Wind und es war wechselnd bewölkt. In der Sonne war es warm, war die Sonne weg, dann war es Sau kalt. Geregnet hat es zum Glück nicht, zumindest nicht da wo ich gerade war.

Geografisch befinde ich mich mittlerweile im westlichen Erzgebirge was sich mit dem Vogtland überschneidet. Der Weg geht wie auch so oft durch ausgedehnte Wälder, wobei es überwiegend Fichten sind.

Etwas blödes ist mir heute auch passiert, ich wollte auf einen Aussichtsturm auf dem Aschberg. Der Eintritt kostet 1€ und der Zugang geht über eine automatische Drehtür mit Lichtschranke. Als ich, mit Rucksack, in die Drehtür bin und die Tür sich aktivierte, hat sich meine Isomatte in die Drehtür geklemmt. Das sah bestimmt lustig aus, ich hab ein paar Minuten gebraucht um mich wieder zu befreien.

Auf dem Aussichtsturm konnte ich neben Klingenthal auch den Ochsenkopf und den Schneeberg in 60km Entfernung sehen. Auch wenn ich nicht durch das Fichtelgebirge laufe, zeigt mir das doch deutlich, dass mein weg nicht mehr lange ist.

Morgen wird mein letzter Tag auf dem Eisenach-Budapest-Weg sein. In Adorf, wo ich wieder bin einer Pension schlafe, wechsele ich für 68km auf den Kammweg.

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